Dänische Tümmler           

      

Dänischer Tümmler Kite

Geschichte und Farbenschläge

Dänische Stipper

 

Nebenfarben der Stipperzucht

 

Regeln für die Stipperzucht

 

The Danish Tumbler

 

Rules for Breeding Danish Stippers

 

Geschichte und Farbenschläge

Die Dänischen Tümmler werden schon seit Jahrhunderten in ihrer Heimat gezüchtet. Man nimmt an, dass die Vorfahren vor über 400 Jahren von den damaligen Kolonialmächten auf dem Seeweg aus Hinterindien nach Nordeuropa gebracht wurden. Sie haben damit den gleichen Ursprung wie die anderen europäischen langschnäbligen Tümmler. Auch die Mitteldeutschen langschnäbligen Tümmler sind dem deutschen Geschmack angepasste Verwandte.

 Die Dänischen Tümmler zeichnen sich durch eine Vielzahl von Farbenschlägen aus. Ein Teil der Färbungen ist so intensiv wie bei den besten Farbentauben, andere Färbungen zeigen eine bewundernswerte zarte Pastellfärbung, z.B. die Perlblauen.

 Gemeinsam ist ihnen die kräftige, aber dennoch elegante schlanke aufgerichtete Haltung. Auf den ersten Blick auffallend ist das klare Perlauge, das bei den meisten Farbenschlägen von einem zweireihigen roten Augenrand umrahmt wird. Die Kopfform ist eines der wichtigsten Kriterien bei der Bewertung. Der Kopf soll von der Schnabelmitte bis zum Hinterkopf eine sanft gezogene Bogenlinie bilden. Auf eine gute Vorkopflänge zwischen Warzenende und Augenrand wird Wert gelegt. Der Schnabel wird lang, Ober- und Unterschnabel kräftig entwickelt gewünscht. Dänische Tümmler sind immer glattköpfig. Früher galt es nur für die Stipper, jetzt dürfen auch einfarbige Dänische Tümmler eine kurze Bestrümpfung zeigen.

 An Farbenschlaggruppen werden unterschieden:  

Elstern:  Kopf, Hals, Brust, Rückenherz, Rücken und Schwanz sind farbig, das übrige Gefieder weiß  

                                                                   

Tiger : Kopf, Oberhals, Hand- und Armschwingen sowie der Schwanz sind farbig. Das übrige Gefieder ist weiß und mit möglichst regelmäßig verteilten farbigen Flecken durchsetzt.

 

Einfarbige: einfarbiges Gefieder in Schwarz, Rot, Gelb und Weiß.  Unter die Einfarbigen gruppiert  werden in den Standards  auch die Hohligen (ohne Binden) in Blau, Perlblau und  Blaufahl. 

Einfarbig sind  sie entgegen der  Eingruppierung optisch nicht, denn sie zeigen  eine dunkle  Schwanzbinde.

 

 

Dänischer Tümmler  einfarbig schwarz 1,0 alt

 

 

Bindige in Blau, Blaufahl, Perlblau, Rot- und Gelbfahl

Gehämmerte in Blau

Weißschwänze

Weißschläge

Weißschlag-Weißschwänze

Kalotten

Stipper als Grau-, Gelb- und Braunstipper  

Achat in Rot und Gelb sowie DeRoy als Komplementärfarben der Stipperzucht

Kite und Golddun als weitere Komplementärfarben der Stipperzucht

Brander als Hell- und Dunkelbrander, wobei Hellbrander getigerte Brander sind

Weißschilder und

als jüngste, mit Hilfe Fränkischer Samtschilder erzüchtete Variante, Farbschilder.  

 

Dänische Tümmler sind lebhafte und zuchtfreudige Tauben, die im Freiflug gut zu halten sind, sie sind aber keine exzellenten Hochflieger. Prütz beschreibt sie 1885 als gute Truppflieger.