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Nebenfarben
der Stipperzucht
0,1 Dänischer Tümmler Gelbstipper
Ein großes
Problem der Almondzucht im allgemeinen, und damit auch der Stipperzucht, besteht
darin, daß man keinen Stamm reinerbiger Almonds erzüchten kann. Das liegt
daran, daß zum einen das gewünschte Farbspiel der Almondvarianten nur bei den
Weibchen sowie bei den spalterbigen Täubern auftritt. Reinerbige Almondtäuber
sind weiß oder nahezu weiß, dazu ist die Lebenskraft so stark herabgesetzt, daß
man sie nur ausnahmsweise (und das auch nur bei den Grau- und Braunstippern) zur
Zuchtreife bringt. Meist sterben sie schon im Ei ab oder im Nest. Wenn man zwei
Almonds miteinander verpaart, dann besteht ein Viertel der Nachzucht aus solchen
reinerbigen und nicht lebensfähigen Täubern. Damit verbietet es sich unter dem
Gedanken des Tierschutzes von selbst, zwei Almonds miteinander zu verpaaren und
damit die nicht lebensfähige Nachzucht einzuplanen. Der
Nutzen der Nebenfarbenschläge Wenn
man keine zwei Almonds verpaart, sondern einen spalterbigen Almondtäuber mit
einer nicht den Almondfaktor besitzenden Täubin zusammenbringt, dann wird man
keinen Ausfall durch reinerbige Almonds erleben. Als geeignete Nebenfarben der
Almindzucht haben sich bei den Englischen Short Faced die Kites und Golddun
sowie die roten und gelben Agates (als Synonym Achat) herausgebildet. Bei den
Braun- und Gelbstippern haben wir die fast identisch gefärbten Nebenfarbenschläge.
Bei den Graustippern fällt als Nebenfarbe Schwarz an. Kites
sind dunkelgehämmerte Tiere mit mehr oder weniger starkem Bronzeton und
schwarzen Schnäbeln, Golddun ist der entsprechende Verdünntfarbenschlag. Rote und
gelbe Agates sind im Jugendgefieder einfarbig rote bzw. gelbe Tiere, die nach
der Mauser im Flügelschild weißgescheckt erscheinen. Diese Färbungen fallen in
der Almondzucht regelmäßig an. 1,0 Dänische Tümmler rot Agate, Braunstipper und DeRoy 1,0 Dänischer Tümmler Kite (von links) 1,0 Dänischer Tümmler Kite Da
Almond ein geschlechtsgebunden vererbter Faktor ist und die Weibchen bei
Geschlechtsgebundenheit generell nur eine Erbinformation besitzen, kann es keine Weibchen mit den
beschriebenen vitalitätsmindernden Wirkungen geben. Im Hinblick auf die
genetischen Grundlagen sei hier auf das Buch "Zucht und Vererbung" des
Verfassers verwiesen. Schaubilder über die Ergebnisse von Paarungen unter
Nutzung der Nebenfarben bei den Braunstippern finden sich im Buch "Tauben.
Züchten mit System" . Für die Graustipper wurden die genetischen
Grundlagen schon 1925 von den Norwegern Wriedt und Christie dargestellt. Diese
Aussagen beziehen sich aber nur auf die Graustipper und können nicht unverändert
auf die Braun- und Gelbstipper übertragen werden. |