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Regeln
für die Stipperzucht Erfolgsquoten
bei den Stippervarianten von 25% bis 50% Anders
als bei den Englischen Kurzschnäblern waren die Nebenfarben der Braun- und
Gelbstipperzucht lange nicht ausstellungsfähig. Das hat sich inzwischen mit der
Anerkennung der Komplementärfarben geändert. Wie groß ist die Erfolgsquote,
d.h. die Wahrscheinlichkeit dafür, einen Gelb-, Braun- oder Graustipper zu
ziehen? Kombinationsmöglichkeiten
bei den Graustippern
Das
waren schon die Erkenntnisse von Christie und Wriedt. Kombinationsmöglichkeiten
bei den Braun- und Gelbstippern Bei
den Braun- und Gelbstippern sind die Zusammenhänge etwas komplizierter, weil
die gut gefärbten Täuber nicht nur spalterbig für Almond sind, darüber
hinaus sind die bestgefärbten Stipper noch spalterbig für rezessiv Rot.
Letzteres gilt für Täuber und Täubinnen. Wenn
man einen ausstellungsfähigen Braun- oder Gelbstipper mit einem typischen Kite
oder Golddun verpaart, dann werden zwar auch 50% den Almondfaktor besitzen, ein
Teil davon wird aber weder ein Braun- noch ein Gelbstipper sein, sondern ein
sogenannter DeRoy, der reinerbig für rezessiv Rot ist. DeRoys liegen farblich
bei den Braunstippern zwischen rot und gelb, meist mit etwas hellerer
Finkenzeichnung in den Schwingen. Braun- bzw. Gelbstipper sind daher von der
Nachzucht letztlich nur 3/8 (= 37,5%). Der Rest wird aus den Nebenfarben
bestehen. Bei der Verpaarung mit roten oder gelben Agate ist der Anteil mit 25%
Braun- bzw. Gelbstipper aufgrund der zahlreicher anfallenden DeRoy sogar noch
geringer. Das gilt unabhängig davon, ob man einen Stipper-Täuber oder eine
Stipper-Täubin nimmt. Die im
Buch "Zucht und Vererbung" auf den Seiten 80 - 84 vor allem auf die
Englischen Short Faced bezogenen Beispiele lassen sich unmittelbar auch auf die
Braun- und Gelbstipper übertragen, wobei hier als Beispiel die Braunstipper mit
den Nebenfarben Kites und rot Achat sowie unverdünnte DeRoy gewählt sind. Bei
den Gelbstippern hat man es stattdessen mit Golddun, gelbAgate und verdünnten
DeRoy zu tun, die ein helles Gelb zeigen.
Dänische Tümmler: 1,0 Braunstipper X 0,1 Kite Kurz
zusammengefasst gelten folgende Regeln:
Das
vermeintliche Erfolgsrezept für Braun- und Gelbstipper Die
Idee der Verbesserung von Braun- und Gelbstippern durch Schwarze, einfarbig Rote
und Gelbe ist nicht neu. Die Verbesserung scheitert in der Praxis daran, daß
sowohl bei den Schwarzen als auch bei den meisten einfarbig Roten und Gelben
sowie bei den Graustippern ein bestimmter Erbfaktor vorhanden ist, der den für
die Braun- und Gelbstipperfärbung notwendigen Bronzeton unterdrückt, und zwar
der Ausbreitungsfaktor für Farbe „Spread“. Die Tiere der ersten Paarung
erscheinen im Flügelschild schimmlig und nicht braun bzw. gelb. Die aus solchen
Kreuzungen fallenden Tiere sind oft vom Typ hervorragend (und wurden und werden
auch gelegentlich hoch bewertet), es sind aber eben keine Braun- und
Gelbstipper. Eine gelegentliche Einpaarung anderer Färbungen, um den Anschluß
an den sich weiter entwickelnden idealen Typ der Dänen nicht zu verlieren, ist
für alle seltenen Farbenschläge sinnvoll, also auch für Stipper. Man sollte
daran aber keine Erwartung an einen sehr schnellen Erfolg knüpfen, der Anteil
unerwünschter Färbungen in der Nachzucht wird in der Folge steigen.
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