Junggeflügelschau Hannover am 27. und 28. Oktober 2007
Mit über 3000 Tauben
war die Junggeflügelschau in dieser Klasse sogar besser beschickt als im
Vorjahr. Wenn auch die ganz großen Kollektionen bei den Tauben fehlten, so
entschädigten dafür auch kleinere von sonst selten gezeigten Rassen in zum
Teil hervorragender Qualität. Die Deutschen Modeneser stellten mit knapp
500 Nummern das größte Kontingent, Hannoversche Tümmler als Heimatrasse
wurden mit immerhin 57 Tieren und einer zusätzlichen Voliere gezeigt,
unter ihnen auch der Farbenschlag „Stahlaugen“, eine Besonderheit, die nur
in dieser Rasse existiert. Stahlaugen sind stets weiß, haben ein Perlauge
mit bläulichem Ton und, für weiße Tauben eher außergewöhnlich, blaugraue
Augenränder und einen dunkel angelaufenen Schnabel.

Hannoversche Tümmler Stahlaugen weiß
(Käfig 11093)
Amsterdamer Kröpfer gelercht (7949)
Altenburger Trommeltaube andalusier (7953)
Neuzüchtungen
Für die aus
züchterischer Perspektive besonders interessierenden Neuzüchtungen und die
Vorstellung neuer ausländischer Rassen ist die Schau in Hannover meist
etwas zu früh, da dann noch nicht alle verfügbaren Tiere durchgemausert
sind. So wurden mit den bereits im Vorjahr gezeigten gelerchten
Amsterdamer Kröpfern in der Vorstellung und andalusier Altenburger
Trommeltauben auch nur zwei Kollektionen gezeigt. Bei den
Amsterdamern wurde die Hälfte der acht Tiere mit sehr gut bewertet.
Auch
die gewünschte Ockerbrust war bei den meisten sehr gut ausgeprägt. In der
Sichtung erfolgt keine Bewertung. Aber auch ohne Kommentar auf den
Bewertungskarten verriet der Augenschein bei den andalusierfarbenen Trommeltauben noch deutlich die Ausgangsrasse.
Rückkreuzungen an Altenburger werden zur Festigung der Trommelstimme
wahrscheinlich ohnehin angeraten sein, so dass die Typannäherung wohl
nicht lange auf sich warten lassen wird.

Englische Short Faced Tümmler Rot Agate und DeRoy (176)
Orientalische Roller DeRoy (11495)
Das
Beharrungsvermögen von Fehlern am Beispiel DeRoy
Englische Short Faced
Tümmler waren nur in der Abteilung Stämme der Zuchtbücher vertreten mit
einem Pärchen Rot Agate und DeRoy, im Katalog durchgängig als "de roy"
geschrieben. Über die Schreibweise „DeRoy“ und den
Ursprung des Wortes wurde bereits mehrfach berichtet. Es ist auch
unstrittig,
dass die Schreibweise "de roy" keinen Sinn ergibt. Sie entspricht auch nicht
der ursprünglichen und jetzigen Schreibweise im englischsprachigen Raum.
Der Fehler ist vermutlich einmal durch Unachtsamkeit beim Korrekturlesen,
durch einen übereifrigen Lektor oder durch automatische Korrekturprogramme
für digital erstellte Texte entstanden und pflanzt sich so fort. Eigentlich unbegreiflich, dass es
nicht möglich ist, diesen Fehler wieder auszumerzen. Beginnen könnte man
bei Informationen für die Softwarehersteller für die Katalogbearbeitung,
dann wäre wohl auch Aufklärung und einer enger Kontakt mit den
Fachzeitschriften für das Abdrucken von offiziellen Musterbeschreibungen
und auch ein Kontakt und eine Aufklärung der für den Druck von
Musterbeschreibungen zuständigen Drucker, nicht der Druckerei,
erforderlich. Wenn man sich dem Diktat der falsch programmierten
automatischen Korrekturprogramme nicht gewachsen fühlt, dann wäre eine
Schreibweise „deroy“ oder eine neue eigene deutsche Bezeichnung immer noch
dem jetzigen Fehler vorzuziehen. Man mache mal einen Test, was Menschen
mit „de roy“ verbinden. Eine der häufigsten Vermutungen wird wohl sein,
der Begriff komme aus dem Französischen und weise auf edle oder gar
königliche Herkunft hin. Aus ordinären ungebleichten englischen
Kordstoffen werden so königliche Gewänder!
Aber zurück zu den DeRoy
bei den Tauben. Nachdem DeRoy in der Vergangenheit nur einfarbig ohne
weiße Flecken vorgestellt wurden, ein solch typischer DeRoy stand auch
wieder bei den Orientalischen Rollern, wurden in den letzten Jahren
verstärkt bei den Englischen Short Faced DeRoy gezeigt, die rote und weiße
Federn, wie die meisten Agates der Rasse, besaßen. Es wurde auch durch
Tests nachgewiesen, dass
diese genetisch den Almondfaktor besaßen. Das in Hannover gezeigte Short
Faced DeRoy-Weibchen zeigte allerdings keine weißen Federn, sondern eher eine
schimmelige Aufhellung. Müssen wir uns nach den einfarbigen DeRoy und den
mit weißen Federn durchsetzten DeRoy nun auf eine dritte Variante
einstellen oder ist diese ein neuer Farbenschlag der Englischen Short
Faced? An einer Erweiterung der Farbenschlagpalette wird wohl ohnehin
gearbeitet.

Mookee silber aus der
Stammschau (180)
Ungarische Riesentaube schwarz getigert (8652)
Andere Besonderheiten
der Stammschau
Die paarweise
Vorstellung hat durchaus einen besonderen Reiz, zumindest in einem Fall
handelte es sich der Zankerei nach zu urteilen nicht um ein Paar oder
wenn, dann um ein schon ziemlich abgenervtes Ehepaar. Attraktiv waren
alle, herauszuheben vielleicht die rotfahlgehämmerten Deutschen
Modeneser Gazzi mit ihren dunklen - wohl auf den Dirty-Faktor
zurückzuführenden - Schnäbeln und Augenrändern in beiden Geschlechtern und
dreimal V bei sechs Tieren. Ein Vielfarbener war
bei den Komorner Tümmlern in der Stammschau angekündigt, im Käfig
fanden sich aber ein Pärchen tpischer Kites. Bemerkenswert bei den
silbernen Mookee ist die fast immer saubere Silberfärbung, die bei
einigen Kröpferrassen in diesem Farbenschlag so schwer zu erreichen ist.
Die allgemeine Klasse
Bei den Montauban
in der allgemeinen Klasse bestand wieder das Problem der Unterscheidung
von Tigern (haben nach der jetzigen Definition dunkle Schwänze und
Schwingen) und unregelmäßigen Schecken (sind dort mit weißen und farbigen
Federn durchsetzt). Ein dungeschecktes Tier hatte überhaupt kein Weiß,
zeigt auf einigen Federn der Flügeldecke an den Spitzen leichte
Aufhellungen. Typisch und korrekt eingesetzt waren dagegen die
Ungarischen Riesentauben, die in Weiß, Blau sowie als Schwarztiger und
Schwarzschecken erschienen waren. Mittelhäuser gehörten mit 72
Nummern auch zu den stärker gezeigten Rassen. Bis auf vier Tiere waren
alle weiß. Bei den vier Schwarzen gab es beträchtliche Größenunterschiede zwischen den beiden Täubern, der eine hatte
wohl auch im Vergleich zu den
Weißen erhebliche Übergröße und einen tieferen Stand.

Mittelhäuser weiß (8660)
Mittelhäuser schwarz (8727)
Eine ähnliche Streuung
der Größe war im übrigen auch auf den vergangenen Schauen bei den zur
Vorstellung präsentierten Fleckenschecken der Mittelhäuser festzustellen. Es braucht nach
Einkreuzungen anderer Rassen offenbar seine Zeit, bis der Größenrahmen
gefunden ist und sicher vererbt wird. Solche Größenunterschiede auch
innerhalb desselben Farbenschlages zeigen sich aber auch bei anderen
Rassen, z.B. bei den schwarzen Kölner Weißschlägen, auch hier
wahrscheinlich nach erfolgten Einkreuzungen. Bei den Texanern waren
zwar die Täuber „kennfarbig dunkel“ ausgestellt, es fehlten aber die
dazugehörigen schwarzen Täubinnen. Dafür wurden wohl erstmals seit langer
Zeit die im Standard geführten dominant roten Weibchen gezeigt. Dominant
rote Kennfarbige besitzen im Vergleich zu rotgehämmerten ein volleres
Schild, und das war bei beiden dominant roten Täubinnen korrekt vorhanden. Beide zeigten
auch korrekt die leichte Aufhellung durch den Faded-Faktor bei Täubinnen.
Das galt auch für die rotfahlgehämmerten Täubinnen, von denen eine hier
zum Vergleich abgebildet ist.

Texaner 0,1
dominant rot (8889)
Texaner 0,1 rotfahlgehämmert (8904)

Show Racer
dunkel (9231)
Show Racer dunkelgehämmert (9233)
Sehr schön zu sehen war
auch der Übergang vom Farbenschlag „Dunkel“ mit einem sehr
vollen Schild, in dem sich keine oder nur eine geringer Säumung zeigt, und dem
Farbenschlag „Dunkelgehämmert“ bei den Show Racern. Bei den Show
Racern wurde im Katalog erfreulicherweise auch mehrfach auf „falsche
Klasse“ aufmerksam gemacht, was für den Besucher nützlich ist und zudem dazu
beiträgt, unseren Ausstellungskatalogen wieder etwas mehr Glaubwürdigkeit
zu geben. Auf der Bewertungskarte vermerkt war bei einem blauen
Tier auch eine unterhalb des Schnabels beginnende waagerechte Falte in den
Federn, die man gelegentlich auch bei Giant Homers sehen kann.
Fleckenschecken in verschiedenen Varianten machte die Daseinsberechtigung
der Klasse der Schecken im Standard deutlich. Unter den beiden
Blauschimmeln einer, bei dem sich um die Federfahnen des Flügelschildes
durch den Faktor Sooty noch ein dunklerer Fleck zog, wodurch die
Schimmelfärbung eine besondere Note erhielt. Solche Tiere sieht man
gelegentlich auch bei Show Homern, die in Hannover leider fehlten. Eine
festen Platz mit relativ vielen Meldungen nehmen inzwischen die
Indigovarianten bei den Show Racern ein, einer davon sogar als Fleckenscheck gezeigt.
F14 Show Racer
blau m.B. (9249)

Show Racer blauschimmel mit
Sooty (9322)
Show Racer indigo dunkelgeh. gescheckt (9330)
Während die Malteser
noch nicht ganz mit der Mauser fertig zu sein schienen, präsentierten sich
die 15 blauen Huhnschecken mit einer auch körperlich überragenden
Jungtäubin schon in hervorragender Verfassung. Bei der großen Gruppe der
Deutschen Modeneser fällt auf, dass sich einzelne Farbenschläge in
der Größe, aber auch im Hinblick auf Standhöhe und Halslänge deutlich
unterscheiden, am feinsten wirkten einige Gazzi in blauhohlig und in
dunkel bronzeschildig gesäumt.

Huhnschecke blau mit schwarzen
Binden (9551)

Deutscher Modeneser Gazzi dunkel bronzeschildig gesäumt (9738)
Deutscher Modeneser Schietti gelb (10011)
Elsterkröpfer in
rotfahl vermittelten in einer Täubin mit dominant rotem Kropf. und damit
durch die deutliche Abgrenzung zum weißen Kopf und zum weißen Bauch, einen
sehr guten Eindruck. Dieses Farbspiel scheint aber nicht ganz einfach zu
erreichen zu sein, wie an anderen Tieren mit mehligeren Aufhellungen im
Kropfgefieder deutlich wurde. Gemessen an den in Hannover direkt daneben
stehenden Kupfergimpel Schwarzflügel zeigten die Glanztauben
(mit Spitzkappe) wenig Glanz. Dass es nicht so einfach ist, auf eine
schwarze Taube viel Glanz zu zaubern, das wird uns allerdings auch schon
beim Betrachten der brieftaubenartigen Rassen deutlich.

Elsterkröpfer rotfahl (10182)
Kupfergimpel Schwarzflügel
(10421)
Glanztaube mit Spitzkappe (10411)
Auch bei den
Deutschen Schnabelkuppigen Trommeltauben findet man Unterschiede
zwischen Farbenschlägen. Blaue, Gehämmerte, aber auch die Erbsgelben
zeigen eine auffallend straffe Feder und ein entsprechend ausgeprägtes
festes und glattes Fußwerk, das in dieser Form bei einigen anderen
Farbenschlägen wohl gar nicht zu erreichen ist. Auffallend die
Gleichmäßigkeit der gesamten Kollektion in diesem Punkt.

Deutsche Schnabelkuppige
Trommeltaube blaugehämmert (10768)
Indische Pfautaube schildig (10840)
Bei einer Indischen als
gelbschildig ausgestellten Pfautaube wurde zu Recht falsche Farbe
bemängelt, möglicherweise war es ein dunkles Aschfarben mit viel Bronze.
Orientalische Roller des Farbenschlages „Kite“ wurden in der
letzten Schausaison sowohl mit dunklem Schnabel als auch mit hellem
vorgestellt. Dunkel ist bislang nach dem Standard zulässig, es scheint in
den Zuchten aber auch hellschnäblige zu geben, die für die Zucht von
Vielfarbenen das gleiche wie die dunkelschnäbligen leisten. Unterstellt
ist bei dieser Vermutung, dass es sich bei diesen Kites auch tatsächlich
um solche handelt, die in der Zucht der Vielfarbigen anfallen und für die
Zucht der Vielfarbigen eingesetzt werden. Eine andere Vermutung ist
allerdings die, dass die Züchter überwiegend noch Vielfarbene miteinander
verpaaren und auf den Einsatz der Nebenfarbenschläge, trotz aller
Aufklärung, verzichten.
Die vier als
Rotsprenkel ausgestellten Orientalen waren wiederum keine Sprenkel wie
man sie von den Schwarzsprenkeln und Silbersprenkeln kennt. Wenn man die
verfügbaren Informationen über Rot- und Gelbsprenkel aus der Literatur
zusammenträgt, dann wird man um die Erkenntnis nicht herumkommen, dass es
diese früher nie gegeben hat und die auf den Ausstellungen gezeigten Tiere
trotz zum Teil hoher Noten keine Sprenkel waren. Gerechtfertigt wurden
diese Noten schon vor 50 Jahren damit, dass es sich zwar noch nicht um
Sprenkel handele, dass diese aber bald zu erwarten seien. Mit dem Wort
Sprenkel verbindet man die Vorstellung von farbigen Spritzern oder
Sprenkeln auf hellem (Silbersprenkel) bzw. weißem (Schwarzsprenkel) Grund.
Beachten muß man bei der Beurteilung, dass die Weibchen meist weniger
intensiv als die Täuber gesprenkelt sind und die Sprenkelung in der Regel
mit jeder Mauser zunimmt. Spätestens im zweiten Jahr erwartet man bei den
Täubern eine Sprenkelung, wie sie der abgebildete Schwarzsprenkel zeigt.
Auch die weniger intensiv gesprenkelten Jungweibchen zeigen aber schon
Sprenkel, zerrissene schwarze Flecken auf weißem Grund, und keine
Schimmelung oder Maserung.

Orientalischer Roller Schwarzsprenkel 1,0 alt (11476)
Orientalischer Roller Schwarzsprenkel 0,1 jung (11477)
Es wäre eine
Strapazierung des Begriffs „Sprenkel“, wenn man diesen mit Schimmel
und/oder mit Weiß- und Buntschlag gleichsetzen will. Rot- und Gelbsprenkel
sind in der offiziellen MB von 1926 nicht aufgeführt. Genannt werden dort
Zweifarbige als Weißschläge, Weißschwänze und Schecken, was in dieser
Kombination für einige Rotsprenkel noch heute zutrifft. Etliche zeigen
statt der Scheckung und statt einer Sprenkelung überwiegend eher gemaserte
und schimmelige Federn. In die Musterbeschreibung sind Rot- und
Gelbsprenkel wahrscheinlich Ende der 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts
gekommen. Die Verfasser der Musterbeschreibung hatten es sich wohl sehr
einfach vorgestellt, Rotsprenkel wie Schwarzsprenkel und später auch
Silbersprenkel zu erzüchten und sie schon einmal vorsorglich in den
Standard hineingeschrieben. Der Weg zu ihnen durch Verpaarung von Vielfarbenen
mit Roten und Gelben schien so einfach. Das war letztlich eine falsche
genetische Einschätzung und ein Trugschluß. Auch
die Einpaarung von Weißen und Schecken hat die Situation eher kompliziert
und die Gruppe noch bunter gemacht. Wenn sich nach 80 Jahren
die Tiere mit der gewünschten Sprenkelung nicht eingestellt haben, dann
kann man wohl von einem Scheitern des Zuchtversuches sprechen.

Orientalischer Roller „Rotsprenkel“
0,1 alt (11482) Orientalischer Roller „Rotsprenkel“ 0,1 jung
(11479)
Am dichtesten an der
Musterbeschreibung sind bei den Orientalen einige der in Hannover nicht
gezeigten Rotfahlsprenkel, die in früheren Schauberichten schon abgebildet
wurden. Aber auch bei denen fallen ausstellungsfähige Tiere wohl nur in
geringer Anzahl in der Zucht an. Auch bei den Italienischen Triganini
scheint es gelegentlich als Zufallsprodukt helle Vielfarbene zu geben, die
in Richtung Rotsprenkel gehen. Diese haben aber eine ganz andere
genetische Basis als die bei den Orientalischen Rollern ausgestellten
Tiere. Das schließt nicht aus, dass man mit neuen Benennungen für
verschiedene heute in den Zuchten vorhandene Varianten eine Anerkennung
betreibt. Die Wertschätzung der Tauben dürfte ja nicht vom Wort „Sprenkel“
abhängen.
Interessant erschienen
die vier ausgestellten Agarantauben, Klatschtümmler, die aus Turkmenistan
kommen und in Deutschland nur in gelbfahl anerkannt sind. Ein Zuchtfreund,
der die Tauben aus der Heimat kennt, machte nach Erscheinen des Berichts
darauf aufmerksam, dass man die Rasse besser Turkmenische oder
Tatschikische Tümmler nennen solle, da Agaran sich auf die Farbe beziehe
und kamelmilchfarben bedeute, was für die Gelbfahlgehämmerten neben den
Gelbfahlen noch anginge, nicht aber für andere Farbenschläge. Schütte,
Stach und Wolter vermuten in ihrem Handbuch der Taubenrassen, dass es den
Rassetyp noch in anderen
Farbenschlägen gäbe, was in Hannover bestätigt wurde.

Agaran Taube (gelbfahlgehämmert)
(11543) Turkmenischer/Tatschikischer Tümmler rotfahlgehämmert (11544)
Und die anderen
Farbenschläge machten auch nicht den Eindruck, dass sie rassefremd sind.
Im Katalog gemeldet waren die Tauben als gelbfahl, gelb und rot. Statt einer
Beurteilung steht bei dreien im Katalog fälschlich leer. Sie waren da, wurde aber als n.a. (nicht anerkannt) eingestuft. Im ersten Käfig stand ein Rotfahler mit
Binden, im zweiten eine gelbfahle Täubin, die auch ein sg erreichte, im
dritten Käfig eine Gelbfahlgehämmerte und im vierten ein
Rotfahlgehämmerter. Letzterer war spalterbig für schwarzes Pigment –
erkennbar an den schwarzen Tintenflecken – so dass es auch Blaue und
Blaugehämmerte in der Rasse geben wird. Kurzschnäblige Tümmler waren kaum
vertreten, und wenn, dann nur jeweils in wenigen Exemplaren, der Bewertung
nach zu urteilen dann aber in hervorragender Qualität.

Budapester Kurze blau (11402)
Königsberger Farbenkopf schwarz (11598)
Die Budapester Kurzen
standen – wohl regional aufgestellt – im Anschluß an die längerschnäbligen
Wiener Tümmler und nicht bei den Deutschen Kurzschnäblern. Die Budapester
mussten die mit ihnen verwandten Stettiner und Breslauer Tümmler (die
beiden Rassen sind aus den Budapestern als Stammrasse entstanden) auch
gleich mit vertreten, da diese beiden Rassen gar nicht gezeigt wurden. Es
handelt sich bei Budapestern um die feingliederigsten Tauben, die man sich
denken kann. Daran gemessen wirken selbst die Königsberger Farbenköpfe,
die mit vier Schwarzen und darunter einem V-Tier erschienen waren, robust.

Deutsche Nönnchen mit Haube schwarz
(11559)
Deutsche Nönnchen mit Haube kupferfarbig (11568)
Erfreulich war bei den
Deutschen Nönnchen neben ihrem Erscheinen mit immerhin 23 Nummern,
dass auch die gerade anerkannten Kupferfarbigen dabei waren. Aber auch die
Schwarzen, Silbernen und die glattköpfigen Roten waren eine gute
Präsentation dieser traditionellen und im norddeutschen Raum besonders
verwurzelten Tümmlerrasse.